22. Februar 2015

8# Ausschnitt zu Zwischen Blut und Schatten 2 "AM - Jennifer J. Grimm"


Huhu :)

Herzlich Willkommen zum  8# Beitrag im AutorenMonat Februar mit Jennifer J. Grimm. Heute möchte ich euch einen kleinen Einblick - aus dem zweiten Band der Schattentänzerin - welcher voraussichtlich im Mai 2015 erscheinen wird, gewähren.
Und wünsche euch viel Spaß beim Lesen :)



Ausschnitt 1. Kapitel
( Erstverfassung - noch nicht korrigiert & lektoriert)

Vampirkönigin. Sie schnaubte. Als hätte sie nicht bei ihrem letzten Auftrag der Vampirkönigin bewiesen, dass Diplomatie keine ihrer Stärken war. Effizient töten war gut, das konnte sie. Doch politische Angelegenheiten waren ihr verhasst. Warum sollte sie also die irre Cassandra ersetzen? Nur weil sie diese in die Schatten gesperrt hatte? Niamh seufzte und sank auf ihr Sofa. Unter ihr knirschten vertrocknete Brösel und endlich entdeckte sie Gato. Er saß vor der neuen Terrassentür und jammerte die Glasscheibe an. »Gato!« Sie sprang auf und ließ den tropfnassen Kater herein. Trotz des nassen Fells nahm sie ihn sofort hoch. Mit der rauen Zunge schleckte der Kater über ihre Wange und schmiegte seinen Kopf an ihre Halsbeuge. Von der Couch nahm sie eine Decke und trocknete damit ihren getigerten Schatz ab. Nachdem Matt die Fleecedecke in der Fuchtel hatte, würde sie sowieso eine Wäsche nötig haben. Halbwegs trocken ließ sie Gato wieder auf den Boden. »Na komm, Gato.« Sie forderte ihn auf, ihr in die Küche zu folgen. »Wir machen dir etwas zu Essen rein. Wer weiß, ob Matt das regelmäßig erledigt hat.« Sofort tapste Gato neben ihr her. Sie sagte nichts, als sie bemerkte, dass Henry seinem Kumpel beim Aufräumen half. Hauptsache hier kehrt wieder Ordnung ein, dachte sie sich und nahm eine Dose Katzenfutter aus dem Vorratsschrank, der von Matt ziemlich geplündert worden war. Gerade als sie ihrem Fellbündel den Fressnapf befüllte, läutete die Türklingel. Niamh sah auf und warf Matt einen Blick zu: »Erwartest du jemanden?« Henry rammte ihm den Ellenbogen in die Seite. »Hast du etwa endlich mal ein Date?« »Von wegen«, murrte der Dunkelhaarige. »Pizza hab ich heute auch noch keine bestellt, also keine Ahnung, wer das ist.« Niamh ließ die leere Dose achtlos auf der Küchentheke stehen und ging in den Flur. Hinter der Eingangstür war ein kleiner Monitor angebracht, den Niamh nun einschaltete. Die Kamera, die sie auf das Hoftor gerichtet hatte, zeigte ihr einen unbekannten Mann an. »Keine Ahnung, wer du bist«, murmelte Niamh fast lautlos und fixierte den Kerl. Sie rang einen Moment mit sich und ihrer Abneigung gegen Menschen, dann betätigte sie die Sprechanlage. »Ja, bitte?« Der Mann sah auf und blickte direkt in die Kamera. Als er lächelte, entblößte er spitze Eckzähne. Niamh blieb der Mund offen stehen: ein Vampir! »Was wollen sie hier?«, fragte sie mit schärferem Unterton als beabsichtigt. »Die Vampirkönigin Europas sprechen, eure Hoheit.« Niamh blieb fast die Spucke weg. Wer war der Kerl? »Wenn sie nicht sofort sagen, wer sie sind, können sie sich wieder aus dem Staub machen!« Henry, aufmerksam geworden von Niamhs aufgeregter Stimme, trat lautlos hinter sie und starrte den fremden Vampir an. Er schüttelte den Kopf. Hatten die Vampirfrauen schon, damit losgelegt damit Männer zu verwandeln, nach all den Jahren, in denen ihnen dies verwehrt gewesen war? »Ich habe eine Einladung zu überbringen. Auf unseren postalisch zugestellten Brief haben sie uns ja nicht geantwortet.« Der dunkelblonde Mann öffnete den Reißverschluss seiner schwarzen Biker-Jacke und zog einen Umschlag aus dickem Papier hervor. »Schmeißen sie ihn in den Briefkasten«, mischte Henry sich ein. Niamh sah auf und warf ihm einen genervten Blick zu. »Ich komm schon klar mit dem Kerl«, zischte sie leise. Doch der Mann am Hoftor hatte es wohl gehört, denn sein Grinsen wurde noch breiter. »Ich darf diesen Umschlag nur persönlich überbringen, Heinrich von Felsbrück.«

Henry ballte seine Hand zur Faust. Woher wusste der Typ von ihm? Noch dazu unter seinem uralten Geburtsnamen? »Ich werde ihnen gerne alles erklären, sobald sie mich hereinlassen - oder meinetwegen auch hier auf der Straße. Wobei diese Variante vielleicht neugierige Lauscher auf den Plan rufen wird. Und meine Informationen sind mit Vorsicht zu genießen ...«

Verdammt. Niamh schluckte. Der Kerl hatte sie mit seiner Heimlichtuerei an der Angel. Und seinem süffisanten Grinsen nach wusste dieser das genau. Sie nahm den Finger von der Sprechtaste und mit einem Knacken ging die Sprechanlage aus. Doch bevor sie etwas sagen konnte, ergriff Henry das Wort. »Du gehst da nicht alleine raus.« Niamh verengte die Augen. »Hast du deinen Verstand in Irland gelassen?« Als käme sie nicht alleine klar. Um dies klarzustellen, riss sie die Eingangstür auf und stapfte über den schmalen Weg, vorbei an den ausladenden Büschen und der großen Garage, die ihre Sammlung an schnellen Autos beherbergte. Henry war ziemlich neidisch auf diese PS-Ansammlung.

Missmutig starrte Henry auf den Monitor und ließ den Fremden nicht aus den Augen. Schon jetzt tauchten männliche Vampire auf, von denen niemand wusste, woher sie stammten. Die Gerüchte über Cassandras Verschwinden machten wohl schon die Runde. Umso wichtiger war es, Niamh klar zu machen, dass sie sich nicht mehr vor ihrer Aufgabe drücken konnte. »Wenn Niamh das gewusst hätte, hätte sie die irre Königin sicher am Leben gelassen«, sagte er zu Matt, der nun neben ihn trat und den Mann ebenfalls beäugte. »Ups, vielleicht hab ich deren Brief zur Werbung geschmissen«, meinte Matt schulterzuckend. Dafür erntete er einen erneuten Stoß in die Rippen. Gut, dass er nun auch ein Vampir war. Sonst hätte er schon einige blaue Flecken davon getragen, dachte er, während er sich über die schmerzende Stelle rieb. Endlich trat Niamh in ihr Blickfeld. Ohne zu zögern, trat sie auf das Hoftor zu.

Am gusseisernen Tor angekommen, streckte sie die Hand aus. »Eure Hoheit.« Der Motorradfahrer neigte den Kopf und überreichte ihr den Umschlag. In Niamhs Händen fühlte sich das cremefarbene Papier rau und schwer an. Sie ignorierte die Schrift auf der Vorderseite. In einer altmodisch anmutenden Handschrift stand dort: »Niamh, die neue Vampirkönigin Europas«. Stattdessen drehte sie den Umschlag um und starrte das Siegel aus dunkelblauem Wachs an. Sie betrachtete es einen Moment. In das Wachs war eine Hand hineingestempelt worden, die ein paar Münzen zu halten schien. »Was ist das denn?«, fragte sie ohne eine Antwort zu erwarten und brach im nächsten Moment das Siegel auf. Das Papier, das sie hervorzog, war einmal in der Mitte zusammengefaltet und aus ebenso dickem, handgeschöpftem Papier gefertigt wie der Umschlag. Sie spürte den Blick des Mannes auf sich hängen, der darauf wartete, dass sie den Brief las. Also faltete sie das Papier auf. Mit roter Tinte waren filigrane Schnörkel am oberen und unteren Rand gezeichnet worden. Vielleicht war es doch keine Tinte, dachte Niamh, als sie den feinen Geruch von Blut wahrnahm. Menschenblut. Ihr Magen grummelte leise. Seit ihrem Abflug in Irland hatte sie nichts mehr zu sich genommen. Sie richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf den mysteriösen Brief.


Verehrte Niamh,
Wie uns zu Ohren kam, habt ihr Königin Cassandra besiegt und dadurch das Anrecht auf ihren Thron erworben. Nun, da wir uns nicht mehr dem Einfluss der irren Königin entziehen müssen, möchten wir unsere Existenz nicht länger vor den europäischen Vampiren geheim halten.

Deshalb lädt der Bund der Vier euch ein, unserer nächsten Versammlung beizuwohnen und die Zukunft des Vampirvolkes zu besprechen.

Wir erwarten eure Anwesenheit am kommenden Samstag zur Mittagszeit. Da wir von eurer Neigung zu Waffen wissen, möchten wir euch wissen lassen, dass unsere Leute auch sehr gut ausgestattet sind und sich zu wehren wissen.

Im Auftrag der Vier
Seth
Vampirkönig Großraum Vereinigte Staaten Amerika



»Was?« Niamh sah von dem Brief auf, den sie fest umklammerte. »Es gibt ... weitere Vampirkönige?« Sie starrte den Mann vor sich an. Er nickte. »Ja. Vier, um genau zu sein.« Niamh warf erneut einen Blick auf das Papier. Ungläubig schüttelte sie den Kopf. »Das kann nicht sein. Das hätte Cassandra nicht vor uns geheim halten können!« Der Kerl griff nach seinem Motorrad-Helm, den er auf dem Sitz seiner schwarzen Buell abgelegt hatte. Niamh riss den Kopf hoch. »Woher-?« Doch der Kerl hatte bereits den dunklen Helm über seinen Kopf gezogen und erwiderte nur kurz ihren Blick aus seinen blau-grünen Augen. »Wir sind überall, Niamh, auch wenn wir es nicht sein dürften.« Nach seinen seltsamen Worten, bei denen Niamh einen amerikanischen Akzent heraushörte, klappte er das dunkel getöntes Visier herunter und stieg auf seine Maschine. Er ließ den Motor aufheulen und fuhr damit auf die Straße. Niamh starrte ihm hinterher. Ihre geballte Faust zerknitterte das teure Papier. Wo war sie nun schon wieder hineingeraten?




Das Gewinnspiel :)



Beantwortet folgende Frage um weitere Lose für diese Preise zu sammeln

Erzählt mir von eurem ersten Eindruck, dieses Ausschnitts :) Ich bin gespannt :)



 Wer neu dazu gestoßen ist, oder einfach nochmal sicher gehen möchte - >>HIER<< findet ihr die Teilnahmebedingungen, sowie alle Infos zum Losverfahren des AM's






Im letzten Beitrag diesen AutorenMonat's, gewährt uns Jennifer noch kleine Einblicke in die Coverentstehung :) Seid gespannt... Bis dahin sage ich erst mal *winke winke*
Eure Lina



Kommentare:

  1. Huhu Lina!
    Dieser Ausschnitt ist wirklich sehr spannend und überaus geheimnisvoll! Es gibt also mehrere Vampirkönige und Niamh ist einer davon! Ich bin gespannt, wo das hinführt!
    Auf jeden Fall hätte ich am liebsten sofort weitergelesen :)
    Hier der Link fürs Teilen:
    https://www.facebook.com/monja.freeman

    Liebe Grüße
    Monja (Nefertari191174@web.de)

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  2. Huhu Lina,
    das ist ja wohl mega fies weiter lesen jetzt **möff rum
    Jennifer auf auf menno
    So was tz
    **grinse
    Liebe Grüße
    Ute

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  3. Hi Lina...
    Oh wow, da möchte man direkt weiter lesen und zwar jetzt gleich hier und sofort.
    Das verspricht wirklich spannend zu werden. Wo kommen jetzt die ganzen männlichen Vampire her und wie konnten sie es geheim halten... Der kurze Abschnitt liest sich echt schön flüssig. Das gefällt mir sehr gut....Mai kann kommen..

    Liebe grüße Yvonne

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  4. Klingt super spannend und natürlich will ich ebenfalls wissen wie es denn nun weiter geht ;) Aber das ist ja typisch, heiß machen und dann sitzen lassen :D
    Liebe Grüße
    Hannah
    (Want-a-mail@web.de)

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